Ulrike Herrmann gehört zu den bekannten deutschen Journalistinnen, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen einem breiten Publikum verständlich vermitteln. Als Wirtschaftskorrespondentin der taz, Buchautorin und regelmäßige Teilnehmerin an öffentlichen Debatten beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit Kapitalismus, Verteilung, Klimapolitik und internationalen Wirtschaftsfragen. Besonders durch Bücher wie „Das Ende des Kapitalismus“ wurde sie auch über den klassischen Journalismus hinaus bekannt. 2026 steht mit „Geld als Waffe“ zudem ein neues Werk im Mittelpunkt ihrer publizistischen Arbeit.
Quick Bio: Ulrike Herrmann
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Name | Ulrike Herrmann |
| Geburtsjahr | 1964 |
| Geburtsort | Hamburg |
| Beruf | Journalistin, Autorin, Publizistin |
| Ausbildung | Bankkauffrau, Henri-Nannen-Schule |
| Studium | Geschichte und Philosophie an der FU Berlin |
| Bekannt durch | Wirtschafts- und Politikjournalismus |
| Arbeitgeber | taz |
| Tätigkeit bei der taz | Wirtschaftskorrespondentin |
| Bekanntes Buch | „Das Ende des Kapitalismus“ |
| Neues Buch | „Geld als Waffe“ (2026) |
| Themenschwerpunkte | Wirtschaft, Kapitalismus, Gesellschaft und internationale Politik |
Wer ist Ulrike Herrmann?
Die Frage „who is Ulrike Herrmann“ lässt sich vor allem mit ihrem langjährigen Wirken als Wirtschaftsjournalistin beantworten. Sie wurde 1964 in Hamburg geboren und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Anschließend besuchte sie die Henri-Nannen-Schule, bevor sie an der Freien Universität Berlin Geschichte und Philosophie studierte.
Vor ihrer Tätigkeit bei der taz arbeitete sie unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Körber-Stiftung und als Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungssenatorin Krista Sager. Seit dem Jahr 2000 ist sie für die taz tätig. Zunächst arbeitete sie unter anderem im Meinungsressort; später spezialisierte sie sich auf wirtschaftspolitische Themen.
Ihre Ausbildung ist dabei durchaus ungewöhnlich für eine Journalistin: Die Kombination aus Bankausbildung, journalistischer Ausbildung sowie einem Studium von Geschichte und Philosophie prägt ihren Zugang zu wirtschaftlichen Fragen. Statt Wirtschaft nur über Kennzahlen zu betrachten, ordnet sie ökonomische Entwicklungen häufig historisch und gesellschaftlich ein.
Karriere bei der taz
Die taz ist seit mehr als zwei Jahrzehnten die wichtigste journalistische Station der Autorin. Das aktuelle Autorenprofil der Zeitung führt sie als Wirtschaftsredakteurin beziehungsweise Wirtschaftskorrespondentin. Ihre Beiträge behandeln unter anderem Finanzpolitik, internationale Wirtschaft, Unternehmen, Klimapolitik und globale Machtverhältnisse.
Darüber hinaus tritt sie regelmäßig bei Podiumsdiskussionen, Vorträgen und politischen Gesprächsformaten auf. Auch 2026 ist sie bei Veranstaltungen der taz als Wirtschaftskorrespondentin und Gesprächspartnerin vertreten.
Damit hat sich ihr Tätigkeitsfeld über den klassischen Zeitungsjournalismus hinaus entwickelt. Ihre Analysen werden auch in öffentlichen Debatten über die wirtschaftlichen Grundlagen politischer Entscheidungen aufgegriffen.
Bücher und wirtschaftspolitische Analysen
Neben ihrer Arbeit für die Zeitung hat sie mehrere Sachbücher veröffentlicht. Zu ihren bekannten Titeln zählen unter anderem „Hurra, wir dürfen zahlen“, „Der Sieg des Kapitals“, „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“, „Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen“ und „Das Ende des Kapitalismus“.
Im Mittelpunkt ihrer Bücher stehen häufig grundlegende Fragen: Wie funktioniert eine kapitalistische Wirtschaft? Welche Rolle spielen Wachstum und Verteilung? Welche historischen Entwicklungen haben unser heutiges Wirtschaftssystem geprägt? Und welche Konsequenzen ergeben sich aus der Klimakrise?
Besonders große Aufmerksamkeit erhielt „Das Ende des Kapitalismus“, das 2022 veröffentlicht wurde. Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, wie sich wirtschaftliche Strukturen angesichts ökologischer Grenzen verändern könnten. Laut Kiepenheuer & Witsch wurde das Werk in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Ulrike Herrmann und ihr neues Buch 2026
Wer sich für das neue Buch von Ulrike Herrmann interessiert, findet 2026 einen wichtigen Titel: „Geld als Waffe: Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“.
Das Buch erschien am 12. März 2026 bei Kiepenheuer & Witsch und umfasst 336 Seiten. Darin untersucht die Autorin internationale Konflikte aus einer wirtschaftlichen Perspektive. Sie beschäftigt sich unter anderem mit Russland, China, Europa, wirtschaftlicher Macht und den ökonomischen Voraussetzungen von Krieg und Frieden.
Ein wesentlicher Gedanke des Buches besteht darin, dass militärische Konflikte nicht ausschließlich politisch oder militärisch verstanden werden können. Wirtschaftliche Ressourcen, Handelsbeziehungen, Lieferketten, Sanktionen und industrielle Kapazitäten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Das Werk knüpft damit an ihren bisherigen Schwerpunkt an, erweitert ihn aber um eine deutlich stärker geopolitische Perspektive.
Ulrike Herrmann: politische Einstellung
Auch die politische Einstellung von Ulrike Herrmann wird immer wieder thematisiert. Dabei sollte zwischen ihrer persönlichen politischen Biografie und ihren journalistischen beziehungsweise wirtschaftspolitischen Positionen unterschieden werden.
Biografische Angaben dokumentieren, dass sie in jüngeren Jahren Mitglied der CDU war und später den Grünen angehörte. 2021 erklärte sie, ihre Mitgliedschaft bei Bündnis 90/Die Grünen ruhen zu lassen.
Ihre heutigen öffentlichen Beiträge lassen sich vor allem über konkrete Positionen zu Wirtschaft, Klima, Sozialpolitik und internationalen Konflikten nachvollziehen. Sie tritt dabei regelmäßig als Journalistin und Kommentatorin auf. Eine pauschale politische Einordnung würde ihrem breiten publizistischen Themenfeld nicht gerecht.
Welche Kritik gibt es an Ulrike Herrmann?
Die wirtschaftspolitischen Thesen der Journalistin sind nicht unumstritten. Das liegt unter anderem daran, dass sie in ihren Büchern grundlegende Annahmen über Kapitalismus, Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung hinterfragt.
Gerade ihre Analysen des Kapitalismus und ihre Vorstellungen über eine Wirtschaft innerhalb ökologischer Grenzen führen zu unterschiedlichen Reaktionen. Ihre Positionen werden sowohl in Medien als auch bei Veranstaltungen diskutiert. Für eine faire Einordnung sollte deshalb zwischen ihren eigenen Aussagen und der Kritik anderer Autoren, Journalisten oder Ökonomen unterschieden werden.
Auch ihre wirtschaftspolitische Methodik ist Teil der Debatte. In einem früheren taz-Interview erklärte sie beispielsweise, dass sie stärker auf historische und empirische Betrachtungen setze und wirtschaftswissenschaftliche Modelle kritisch sehe.
Ulrike Herrmann Kinder und Privatleben
Ein weiterer Bereich, der häufig mit ihrem Namen verbunden wird, betrifft Ulrike Herrmann Kinder beziehungsweise die Frage, ob sie verheiratet ist und eine Familie hat.
Hier ist Zurückhaltung angebracht. Seriöse öffentliche Autorenprofile konzentrieren sich auf ihre Ausbildung, ihre journalistische Laufbahn und ihre Bücher. Belastbare Angaben zu eigenen Kindern oder einem Ehepartner werden in den maßgeblichen Biografien nicht veröffentlicht.
Daher sollten entsprechende Angaben nicht als Fakten dargestellt werden, wenn sie lediglich aus nicht überprüfbaren Internetquellen stammen. Ihr berufliches Werk ist wesentlich besser dokumentiert als ihr Privatleben.
Warum Ulrike Herrmann heute weiterhin relevant ist
Die Themen, mit denen sich die Wirtschaftsjournalistin beschäftigt, reichen weit über klassische Wirtschaftsberichterstattung hinaus. Inflation, Energieversorgung, Klimawandel, internationale Handelsbeziehungen, geopolitische Konflikte und die Zukunft des Wirtschaftssystems berühren mittlerweile viele Bereiche des Alltags.
Mit „Geld als Waffe“ hat sie diesen Schwerpunkt 2026 erneut erweitert. Das Buch verbindet wirtschaftliche Fragen mit internationalen Konflikten und untersucht, welche Bedeutung ökonomische Macht für Krieg und Frieden besitzt.
Gleichzeitig bleibt ihre langjährige Arbeit bei der taz ein zentraler Bestandteil ihrer öffentlichen Tätigkeit. Dort erscheinen auch 2026 regelmäßig Beiträge zu aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.
Wer sich mit der deutschen Wirtschaftsdebatte beschäftigt, begegnet daher einer Journalistin, deren Arbeit nicht nur auf aktuelle Nachrichten beschränkt ist. Sie versucht, wirtschaftliche Entwicklungen in größere historische und gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen.
Ulrike Herrmann steht damit für einen Wirtschaftsjournalismus, der wirtschaftliche Kennzahlen mit historischen Entwicklungen, politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Folgen verbindet. Ihre Bücher und öffentlichen Diskussionen machen sie zu einer bekannten Stimme in der deutschen Wirtschaftsdebatte. Auch Ikonisch Welt verfolgt solche Persönlichkeiten und Themen, die Wirtschaft, Gesellschaft und aktuelle Entwicklungen miteinander verbinden.

