Helena Steinhaus
Helena Steinhaus

Helena Steinhaus: Die Frau hinter Sanktionsfrei und ihre Bedeutung für das Bürgergeld in Deutschland

Helena Sophia Kilian-Steinhaus, geboren am 8. August 1987 in Bochum, gehört zu den prägendsten sozialpolitischen Stimmen der letzten Jahre in Deutschland. Bekannt wurde sie als Gründerin des gemeinnützigen Vereins Sanktionsfrei e. V., der sich gegen Sanktionen im Hartz-IV- und später im Bürgergeld-System einsetzt.

Ihre Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Politik, Sozialwissenschaften, Aktivismus und Medienarbeit. Während viele Akteur*innen der Sozialpolitik aus Parteien oder Behörden stammen, hat Steinhaus sich als unabhängige, engagierte Stimme etabliert, die aus Sicht der Betroffenen argumentiert und strukturelle Ungerechtigkeiten sichtbar macht.

Steinhaus studierte Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina und arbeitete unter anderem im Non-Profit-Sektor, bevor sie 2015 den Verein Sanktionsfrei gründete. Diese Gründung erfolgte aus der Überzeugung heraus, dass Sanktionen gegen Menschen, die ohnehin am Existenzminimum leben, nicht nur unfair, sondern auch gesellschaftlich schädlich sind. Heute ist sie Geschäftsführerin des Vereins, Autorin sowie gefragte Gesprächspartnerin in Talkshows, Interviews, politischen Diskursen und Fachdebatten.

Helena Steinhaus Alter und Hintergrund

Mit ihrem Geburtsjahr 1987 ist Helena Steinhaus heute 38 Jahre alt (Stand 2025). Ihre Generation gehört zu jenen, die den Übergang von klassischen Wohlfahrtsstrukturen zu modernen, digitalisierten Sozialverwaltungsprozessen miterlebt hat – eine Perspektive, die auch ihre Arbeit prägt.

Steinhaus verbindet fachliche Expertise, persönliche Beobachtung und gesellschaftspolitisches Engagement. Statt aus einem parteipolitischen Umfeld zu stammen, entwickelte sie ihre Positionen aus der Praxis sozialer Arbeit und direkter Rückmeldungen von Menschen, die mit dem Sozialsystem kämpfen müssen.

Beruf und Engagement: Die Arbeit von Helena Steinhaus

Offiziell lässt sich ihr Beruf als Mischung aus Sozialaktivistin, Vereinsgründerin, Geschäftsführerin, Autorin und öffentlicher Sprecherin beschreiben.

Sie leitet Sanktionsfrei e. V., kümmert sich um Fundraising, Medienkommunikation, strategische Planung und politische Vernetzung. Parallel schreibt sie Artikel, hält Vorträge und berät Organisationen zu Fragestellungen rund um Bürgergeld, Hartz-IV-Sanktionen und Armutsbekämpfung.

Im Jahr 2023 veröffentlichte sie gemeinsam mit Claudia Cornelsen das Buch „Es braucht nicht viel“ (S. Fischer Verlag), in dem sie aufzeigt, warum Armut kein Einzelschicksal, sondern ein strukturelles Problem ist – und welche Reformen notwendig sind, um Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen.

Sanktionsfrei: Ihr Verein und seine Wirkung

Was ist „Sanktionsfrei“?

Der Verein Sanktionsfrei ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die drei Kernaufgaben verfolgt:

  1. Unterstützung Betroffener
    Menschen, denen das Jobcenter Leistungen kürzt, erhalten kostenlose Rechtsberatung, Widerspruchshilfen und in besonderen Fällen auch finanzielle Unterstützung aus dem Spendenfonds.
  2. Politische und öffentliche Aufklärungsarbeit
    Der Verein betreibt Kampagnen, gibt Interviews und fordert öffentlich eine soziale Grundsicherung ohne Sanktionen.
  3. Digitale Tools zur Selbsthilfe
    Ein Online-Tool ermöglicht es Bürgergeld-Beziehenden, unkompliziert Widerspruch einzulegen – ein Schritt, der vielen vorher nicht möglich war.

Warum setzt sich Helena Steinhaus für ein sanktionsfreies System ein?

Steinhaus argumentiert, dass Sanktionen nicht zu mehr Motivation führen, sondern:

  • Existenzängste verstärken
  • Menschen systematisch ausgrenzen
  • die Chancen auf Arbeitsmarktintegration verschlechtern
  • das Menschenrecht auf ein Existenzminimum gefährden

Ihre Position lautet: Wer in Not ist, braucht Unterstützung – keine Strafen.

Dabei bleiben ihre Forderungen nicht nur Visionen: Sanktionsfrei gewann 2019 eine wissenschaftlich begleitete Studie („HartzPlus-Projekt“), die zeigte, dass Menschen ohne Sanktionen stabiler, gesünder und erfolgreicher im Umgang mit Behörden agieren.

Helena Steinhaus und das Bürgergeld

Mit der Einführung des Bürgergeldes Anfang 2023 hofften viele auf eine deutliche Verbesserung gegenüber Hartz IV.

Steinhaus begrüßte einzelne Reformschritte wie:

  • Erhöhung der Regelsätze
  • mehr Qualifizierungsangebote
  • den Abbau bürokratischer Hürden

Gleichzeitig blieb sie kritisch. Nach ihrer Einschätzung seien die Reformen:

  • nicht weitreichend genug,
  • die Sanktionsmöglichkeiten weiterhin vorhanden,
  • die Regelsätze weiterhin zu niedrig,
  • und die Verwaltungspraxis oft unverändert restriktiv.

Ihre zentrale Kritik lautet:

„Solange das Existenzminimum politisch verhandelbar bleibt, bleibt Armut bestehen.“

Für Steinhaus ist das Bürgergeld ein Schritt, aber kein Durchbruch. Sie fordert eine armutsfeste Grundsicherung ohne Druck und Strafen.

Helena Steinhaus Kritik

Wie jede einflussreiche öffentliche Figur steht auch Steinhaus in Debatten. Die Kritik an ihr stammt überwiegend aus drei Lagern:

1. Kritiker aus konservativen und wirtschaftsliberalen Kreisen

Diese Stimmen argumentieren, ein sanktionsfreies System könnte zu „Fehlanreizen“ führen. Der Vorwurf lautet, Erwerbslose würden weniger Motivation haben, Arbeit aufzunehmen.

Steinhaus widerspricht solchen Thesen mit Studien und empirischen Daten: Motivation entstehe nicht durch Angst, sondern durch Stabilität.

2. Politische Gegner, die eine stärkere Kontrolle über Leistungsbeziehende fordern

Hier wird kritisiert:

  • dass Sanktionsfrei Menschen angeblich „entlaste“, die nicht kooperieren,
  • dass Steinhaus Aktivismus über wirtschaftliche Realitäten stelle,
  • dass ein sanktionsfreies System finanziell nicht stemmbar sei.

Steinhaus hingegen betont, dass Sanktionen oft Menschen treffen, die gar nicht in der Lage sind zu arbeiten, und dass Armut langfristig teurer ist als Unterstützung.

3. Einzelne Behördenvertreter

Sie kritisieren, dass Sanktionsfrei durch Anfechtung von Jobcenterentscheidungen „den Verwaltungsaufwand erhöhe“.

Doch genau diese Praxis zeigt, wie oft Jobcenter rechtswidrige oder fehlerhafte Entscheidungen treffen.

Einkommen von Helena Steinhaus

Über das private Einkommen von Helena Steinhaus gibt es keine öffentlichen, offiziellen Angaben.

Bekannt ist lediglich:

  • Sie erhält ein Gehalt aus ihrer Rolle als Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins.
  • Sie verdient Honorare durch Vorträge, Interviews und Veranstaltungen.
  • Einnahmen können durch ihr Buch entstehen.

Da Sanktionsfrei ein transparenter NGO-Verein ist, liegt der Fokus klar auf öffentlichem Nutzen, nicht auf privatem Reichtum. Steinhaus selbst tritt nie mit Themen wie Einkommen oder Vermögen in die Öffentlichkeit – ihre Arbeit steht im Mittelpunkt, nicht ihre persönliche finanzielle Situation.

Partei-Zugehörigkeit: Ist Helena Steinhaus Mitglied einer Partei?

Es existieren keine belegbaren Informationen, dass Helena Steinhaus Mitglied einer politischen Partei ist.

Obwohl sie häufig auf Podien mit Politiker*innen aus dem linken Spektrum spricht, wird sie nicht als Parteipolitikerin, sondern als überparteiliche Aktivistin wahrgenommen.

Sie setzt auf:

  • zivilgesellschaftlichen Druck
  • wissenschaftliche Daten
  • öffentlichkeitswirksame Kampagnen

Ihr Einfluss funktioniert über die Gesellschaft, nicht über ein Parteibuch.

Privatleben: Gibt es Informationen über Helena Steinhaus’ Ehemann?

Zum Thema Helena Steinhaus Ehemann oder Privatleben ist kaum etwas öffentlich bekannt.

Sie trennt ihre private Sphäre bewusst von ihrer beruflichen Aktivismusarbeit. Weder in Interviews noch auf offiziellen Biografieseiten spricht sie über Partnerschaften oder familiäre Details.

Für journalistische Integrität und Persönlichkeitsrechte ist wichtig:

Über ihren Familienstand sollten keine Spekulationen angestellt werden.
Ihre öffentliche Rolle bezieht sich allein auf soziale Gerechtigkeit und politische Themen.

Warum Helena Steinhaus eine der wichtigsten Stimmen für soziale Gerechtigkeit ist

Steinhaus ist erfolgreich, weil sie:

  • konkrete Hilfe für Bürgergeld-Beziehende bietet,
  • Missstände sichtbar macht,
  • soziale Ungerechtigkeit klar benennt,
  • wissenschaftliche Daten nutzt statt pauschaler Aussagen,
  • Menschen in schwierigen Situationen eine Stimme gibt.

In einer Gesellschaft, in der Armut oft individualisiert oder stigmatisiert wird, bringt Helena Steinhaus eine Perspektive ein, die auf Würde, Respekt und Solidarität baut.

Schlusswort: Bedeutung für die Zukunft

Helena Steinhaus bleibt eine prägende Kraft im Kampf für ein gerechteres Sozialsystem. Ihr Engagement zeigt, dass gesellschaftlicher Wandel nicht nur aus Parlamenten heraus entsteht, sondern durch Menschen, die mutig Missstände adressieren und Alternativen schaffen.

Ihr Einsatz für ein sanktionsfreies Bürgergeld, für Menschenrechte im Sozialrecht und für eine sozial gerechtere Gesellschaft wird weiterhin politisches Gewicht haben.

Dieser Artikel erscheint exklusiv auf der deutschen Informationsseite Ikonisch Welt.

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